// Das St. Galler Management-Modell

"Die Lenkungs- und Entwicklungsprozesse von Organisationen vollziehen sich als Kommunikations- und Beziehungsprozesse, in denen Menschen ihr Tun beobachten, beschreiben, deuten, legitimieren und auf diese Weise auch koordinieren. Sprache ist dabei nicht einfach als unproblematischer Träger oder neutrales Medium von Aussagen und von deren Bedeutung zu verstehen - sozusagen als Transportmittel für Information. Sprache ist selbst deutungsbedürftige Handlung und hat einen generativen, wirklichkeitsschaffenden Charakter. Wir verstehen (Führung in) Umwelt, Organisation und Management konsequent als kommunikatives Geschehen. Folglich verdient die Strukturierung von Kommunikation in der Management-Praxis grösste Aufmerksamkeit."

 

Prof. Dr. Johannes Rüegg-Stürm,

Institut für Systemisches Management,

Universität St. Gallen

 

// Integrierte Struktur- und Strategieberatung

Methodisch versteht sich asc nicht als "klassische", rein gutachterlich orientierte Expertenberatung im Sinne einer Delegation der zu treffenden Entscheidungen an externe Entscheider und Experten bzw. der externen Erstellung einer analytischen und fachlichen Entscheidungsbasis für interne Entscheider. Vielmehr unterstützt und entwickelt asc - als zugleich am sozialen System und seiner formalen und informalen Organisationsstruktur orientierte integrierte Strukturberatung - in gleichem Maße die strukturellen Entwicklungspotenziale seiner Mandanten. Die integrierte Bearbeitung der Umwelt als (kommunikativem) Möglichkeitsraum, die organisationale Wertschöpfung (kommunikative Interaktion) und das Management als reflexive (kommunikativ-begriffliche) Gestaltungspraxis erfordern dabei einen diskursiven Managementansatz: Organisationsstrukturen sind soziologisch zugleich als diskursiv verfasste Kommunikationsstrukturen definiert. Die betriebliche Kommunikationsfunktion ist dabei zentrale Enabling Function der organisationalen Wertschöpfung. Das St. Galler Management-Modell unterscheidet hier perspektivisch zwischen einer Aufgabenperspektive (Strategieberatung) und einer Praxisperspektive (Strukturberatung). Die Aufgabenperspektive fokussiert dabei eine betriebswirtschaftlich orientierte Analyse und Gestaltung organisationaler Wertschöpfung, während die Praxisperspektive auf die kulturellen und kommunikativen Voraussetzungen der Wirksamkeit von Management reflektiert.


// Führung und Beratung im Diskurs

Dieser Ansatz folgt einer zentralen Prämisse innerhalb betriebswirtschaftlicher wie soziologischer Beratungs-, Management- und Organisationsforschung, dass die Lösung aller spezifischen betrieblich-funktionalen Herausforderungen im individuellen Mandantensystem selbst liegen muss, da erst im Mandantensystem über die Annahme und Wirkung von möglichen (Entwicklungs-) Maßnahmen entschieden wird. Zugleich findet sich hier einer der zentralen Gründe für das häufige - empirisch belegte - Scheitern von rein "expertenorientiert" (d.h. primär "extern") konzipierten Beratungsprojekten in der entscheidenden Phase der Strategieimplementierung. Aufgabe des Beraters ist vielmehr - neben einer primär fachlichen Vermittlung und kritischen Diskussion aktuell einzubindender betriebswirtschaftlicher Instrumente und Methoden - die methodisch reflektierte diskursive Moderation und Führung (Diskursives Management) des beteiligungsorientierten Entwicklungs-, Entscheidungs- und Verständigungsprozesses. Dies geschieht im Sinne einer sowohl von akademischer Beratungsforschung als auch öffentlicher Wirtschaftsförderung geforderten verstärkten Integration von Fach-und Prozessperspektive (Komplementärberatung), mit dem Ziel einer nachhaltig optimierten Entscheidungskompetenz / Selbstorganisation der zu entwickelnden Leistungsorganisation.